Die übersehenen Frauen wer sie waren, was sie leisteten
Trümmerfrau, Kriegerwitwe, Fortschrittsbremse. Entsagungsvolle Hausfrau, unverbesserliche Altnazi oder fromme Kirchenschwalbe an Klischees über alte Frauen mangelt es nicht. Doch was wissen wir wirklich über ihr Leben, ihre Perspektiven, ihre Rolle in der Geschichte? Die Historikerin Christina von Hodenberg rückt die lange übersehenen Frauen ins Zentrum: jene, die zwischen 1890 und 1950 geboren wurden unsere Großmütter, Mütter und Tanten und als ältere Frauen in der öffentlichen Wahrnehmung nicht vorkommen.
Wie gestalteten sie ihr Leben in Beruf, Ehe und Familie? Welche Vorstellungen hatten sie von Sexualität und Partnerschaft, Feminismus und Demokratie? Wie veränderte sich ihr Denken im Lauf der Jahrzehnte? Und was können wir heute von ihnen über das Altern lernen? Auf Grundlage zahlreicher biographischer Zeugnisse und bislang wenig beachteter Quellen zeigt dieses Buch, wie sehr diese Generationen das Nachkriegsdeutschland, den Kalten Krieg und die Wiedervereinigung geprägt haben. In Ost und West, zwischen Anpassung und Protest, zwischen Pflicht und eigenem Willen. Ein längst überfälliges Buch, das mit gängigen Mythen aufräumt und Frauen jenseits der sechzig endlich den Platz in der Geschichte gibt, der ihnen zusteht.






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