Diktaturen scheitern immer an sich selbst.
Konrad will Schriftsteller werden, fast ist er es schon. Er ist am „Institut für Sprache und Literatur“ in Leipzig aufgenommen worden, an dem Schriftsteller ausgebildet werden. Damals, Anfang der achtziger Jahre in der DDR, ist ein künstlerisches Studium immer auch politisch.
Für den Erzähler beginnen Jahre, in denen er erlebt, was es bedeutet, nach einer Sprache zu suchen, die sich den geforderten Anpassungen widersetzt. Er lebt und liebt und muss in Beziehungen und Freundschaften begreifen, wie verletzlich Nähe machen kann. Mit dem Fall der Mauer 1989 wird er tatsächlich „freier Schriftsteller“ und kommt in einem anderen Deutschland an, in dem sich auch die Rolle von Literatur stark verändert. Kurt Drawerts autofiktionaler Roman zeigt, was Literatur in der Diktatur bedeutet hat. Mit Feingefühl, Witz und großer literarischer Kraft erzählt er von Sehnsucht, Konflikten und Erinnerungen und von der Suche nach einer Sprache für persönliche und kollektive Geschichte.






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