Die neoliberale Utopie globalen Freihandels und Wachstums scheint passé, doch der Kapitalismus macht weiter. Seine neue gegenwärtige Form folgt allerdings einem alten Muster, wie der französische Wirtschaftshistoriker Arnaud Orain in diesem international gefeierten Buch zeigt. Es ist charakteristisch für alle Epochen, in denen das beängstigende Gefühl einer endlichen Welt vorherrscht, die es sich in aller Eile anzueignen gilt. Eine völlig neue Perspektive auf die Weltgeschichte und die geopolitischen Herausforderungen unserer Zeit.
Der neue »Kapitalismus der Endlichkeit« zeichnet sich durch die Privatisierung und Militarisierung der Meere aus, durch einen monopolistischen und renditeorientierten Handel, der innerhalb territorialer Imperien betrieben wird. Gigantische Privatunternehmen mit hoheitlichen Befugnissen kapern die physischen und digitalen Räume. Beginnend in der frühen Neuzeit zeichnet Orain diese Geschichte in fulminanter Weise nach.






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