Was das alte Gehirn besser kann als das junge
„Das Gehirn wird besser, wenn es benutzt wird.“ Ian Robertson
Degenerativer Verfall ist in sehr vielen Fällen vermeidbar. Denn unser Gehirn hat die einmalige Fähigkeit, sich immer wieder zu reparieren, neu zu verschalten und an die jeweiligen Herausforderungen jedes Lebensalters anzupassen. Was bedeutet das für das alternde Gehirn? Ian Robertson, einer der führenden Neurowissenschaftler unserer Zeit und selbst bereits über siebzig, zeigt auf Basis von vier Jahrzehnten Forschung, dass wir im Alter viel weniger zu befürchten haben, als wir gemeinhin annehmen.
Seine optimale Vernetzung erreicht unser Gehirn mit Anfang dreißig und entwickelt danach erst die Fähigkeiten, die in jungen Jahren unerreichbar sind. Urteilsvermögen, emotionale Intelligenz und Kreativität und Resilienz nehmen mit dem Alter zu. Eine schwedische Langzeitstudie an über 4000 Probanden belegt: Fast vier von fünf Menschen zeigen bis ins hohe Alter keinerlei Demenz, und rund zwanzig Prozent bewahren ihre geistige Schärfe vollständig. Aber was ist mit den anderen? Warum driften kognitive Lebensläufe im Alter so auseinander? Was unterscheidet die, deren Gehirn weiter wächst, von jenen, die abbauen? Robertson identifiziert die entscheidenden Faktoren für die unterschiedlichen Wege, die ein Gehirn im Alter nehmen kann, und zeigt unter anderem, wie negative Altersstereotype als mentale Viren wirken, die kognitive Defizite erst erzeugen. Sein Buch hat eine befreiende Botschaft, die uns zuversichtlich ins Alter blicken lässt.






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